19.01.2018

Bild: SPD-Frauen Münster

Vor 99 Jahren durften Frauen erstmals wählen

SPD-Frauen sehen weiter Handlungsbedarf
Am 19. Januar 1919, also genau vor 99 Jahren, konnten in Deutschland erstmalig Frauen an den Parlamentswahlen teilnehmen und auch selbst gewählt werden. Im Jahr zuvor war das Wahlrecht für Frauen in Kraft getreten. „Damit wurde ein wesentlicher Grundstein für die demokratische Teilhabe von Frauen in Deutschland gelegt“ kommentiert Franziska Kaiser, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen das Ereignis. Sie zieht jedoch ein nüchternes Resümee: „Leider müssen wir aber feststellen, dass die Repräsentanz von Frauen in der Politik auch hundert Jahre später noch nicht selbstverständlich ist. Immer noch fällt der Frauenanteil in den politischen Gremien häufig viel zu gering aus.“ Anneka Beck, Frauenbeauftragte des Unterbezirks Münster ergänzt: „Eine ausgewogene Vertretung der Geschlechter in der Politik erreichen wir durch parteiinterne Fördermaßnahmen wie zum Beispiel eine Geschlechterquote. Wichtig wäre aber auch eine Veränderung des Wahlrechts, damit es eine Regelung für die Geschlechterrepräsentanz gibt, an die sich alle Parteien in Deutschland halten müssen. Wir denken dabei an eine ähnliche Regelung wie das Parité-Gesetz in Frankreich.“ Aktuelle Zahlen zeigen, dass in Nordrhein-Westfalen lediglich 30% Frauen die Mandate in Kreis- und Gemeinderäten sowie in den Bezirksvertretungen stellen. Gegenüber 327 Bürgermeistern gibt es lediglich 49 Bürgermeisterinnen. In Frankreich müssen Parteien bereits seit 2001 quotierte Listen zu den Gemeinderatswahlen vorlegen. Mit Erfolg: Der Frauenanteil liegt dort inzwischen konstant bei knapp 50%.



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