21.05.2015

Bild: SPD-Frauen im Flüchtlingscamp

SPD-Frauen Münster kritisieren Abschiebungen aus der Wartburgschule

Besuch im Solidaritätscamp an der Von-Esmarch-Straße.
Angesichts der in der Nacht auf Mittwoch an der Wartburgschule vollzogenen Abschiebungen mehrerer Familien kritisieren die SPD-Frauen Münster scharf das Vorgehen der Behörden. „Es gab eine Vereinbarung zwischen der Stadt Münster und dem Land NRW, dass die Notunterkunft in der Wartburgschule nicht als Abschiebe-Unterkunft missbraucht werden würde. Diese Vereinbarung ist jetzt gebrochen worden“, so Anneka Beck, Vorsitzende der SPD-Frauen. Dass nun eine Abschiebung mit riesigem Polizei-Aufgebot mitten in der Nacht stattgefunden habe sei absolut nicht in Ordnung. „Alle Flüchtlinge haben ein Recht auf ein faires Verfahren. Wir sprechen uns gegen die besonders schnelle Durchführung von Verfahren aus, die bei Menschen aus bestimmten Ländern, vor allem dem Kosovo, angewandt wird“, stellen die SPD-Frauen klar, „Die Anträge sollen natürlich zügig bearbeitet werden, aber die Prüfung jedes Einzelfalls muss unvoreingenommen und fair bleiben.“
Um sich vor Ort ein Bild zu machen, besuchten die SPD-Frauen am Mittwochabend das Solidaritätscamp an der Von-Esmarch-Straße. Im Gespräch mit Geflüchteten und Abschiebungsgegnerinnen und –gegnern zeigten sich die SPD-Frauen solidarisch und sagten ihre weitere Unterstützung im Protest gegen die Abschiebungen zu. Die Forderungen der Geflüchteten, die den Politikerinnen präsentiert wurden, fanden ebenfalls Verständnis bei den Frauen. So fordern die Geflüchteten unter anderem in Münster bleiben zu wollen, ein Leben in Freiheit und mit Perspektive. Sie fordern, einer Arbeit nachgehen und sich ein normales Leben aufbauen zu dürfen und dass ihre Kinder hier zu Schule gehen können.



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