30.06.2012

Bild: Elternunterhalt 2012
Hertha Vagts-Bade, Gerda Scheidgen-Kleyboldt, Anne Schulze Wintzler, Anneka Beck

Fachgespräch der SPD-Frauen zum Elternunterhalt

„Haften Kinder für Ihre Eltern, wenn diese in ein Pflegeheim kommen?“ Antworten auf diese Frage gab Rechtsanwältin Hertha Vagts-Bade beim aktuellen Fachgespräch der Münsteraner SPD-Frauen zum Elternunterhalt. „Es gibt oft große Sorgen bei Eltern und Kindern, welche Belastungen drohen, sollte ein Elternteil plötzlich pflegebedürftig werden“, erläutert SPD-Frau Gertrud Sparding den Anlass dieser Veranstaltung.
Auch wenn Seniorinnen und Senioren in der Werbung oft sportlich und fit auftreten: im Alter wird man selten gesünder. Die Kosten für die vielleicht notwendige Pflege können dann häufig durch das eigene Einkommen und die Leistungen der Pflegeversicherung nicht gedeckt werden. In diesem Moment stellt sich die Frage, wer für den fehlenden Betrag aufkommen muss. „Da meist Eile geboten ist, springt zunächst das Sozialamt ein“, so Anwältin Vagts-Bade „anschließend wird geprüft, ob die Kosten von den unterhaltsverpflichteten Kindern übernommen werden müssen.“ Die Fachfrau, die sich mit der juristischen Grundlage dieser Thematik intensiv auseinandergesetzt hat, erläuterte beim Fachgespräch den Ablauf der Prüfung, die Berechnung des zu zahlenden Betrags und erklärte Verfahrensfragen. Wichtig war ihr, deutlich zu machen, dass die Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt würden und niemand unverhältnismäßig belastet würde.
Der demographische Wandel wird in Zukunft dafür sorgen, dass immer mehr Menschen pflegebedürftig werden. Anlass für die SPD-Frauen auch die Regelungen zur Pflegeversicherung kritisch zu diskutieren. Hier fordern sie eine Erweiterung der Versicherung nach dem Solidaritätsprinzip und wollen keine zusätzliche Verpflichtung zur privaten Vorsorge einführen.




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