25.06.2012

Bild: ASF Bundeskonferenz Mai 2012
Marianne Hopmann, Gertrud Sparding, Anneka Beck, Christina Rentzsch

ASF Bundeskonferenz

Die dreitägige ASF Bundekonferenz stand in diesem Jahr unter dem Motto „Zeit für Frauen“. Zweieinhalb Tage lang diskutierten die Frauen über die eingebrachten Anträge, tauschten sich aus und entwickelten neue Projekte. Die Mischung aus Antragsberatung, Reden und offeneren Gesprächsformen sowie der gemeinsame Abend am Sonntag ließ unterschiedliche Formen des Austauschs zu und führte dazu, dass die Frauen sich ausführlich mit wichtigen gleichstellungspolitischen und frauenpolitische Fragestellungen auseinandersetzen konnten.
Aus Münster waren vier Delegierte angereist: Christina Rentzsch, Gertrud Sparding, Marianne Hopmann und Anneka Beck. Sie hatten den Antrag „Elternzeit auch für Abgeordnete“ eingebracht, der eine Prüfung möglicher Angebote für Eltern in Parlamenten forderte. Der Antrag wurde am Samstag eingebracht und entfachte eine hitzige Diskussion, ob es möglich sei, Elternzeit für Abgeordnete einzuführen, und ob dies überhaupt notwendig sei. Schließlich wurde der Antrag aber mit einer knappen Mehrheit angenommen..
Zum Abschluss der Konferenz hatte dann Sigmar Gabriel das Wort und lies sich auf eine Debatte mit den Delegierten ein. Sein Auftritt führte jedoch zu einer intensiven Auseinandersetzung über die zukünftige Ausstattung der ASF. Auf einen herausfordernd auftretenden Gabriel antworteten die Frauen mit gelungenen Redebeiträgen und zeigten, dass sie inhaltlich und rhetorisch hervorragend aufgestellt sind. Die Münsteranerinnen zeigten sich darüber erfreut und waren begeistert über die Anregungen der vielen klugen und engagierten SPD-Frauen.
Inhaltlich ging es bei der Debatte vor allem um die durch die Parteireform angestrebten Veränderungen für die Arbeitsgemeinschaften. Unter anderem kritisierte Sigmar Gabriel, dass die ASF es nicht schaffen würde, attraktiv für jüngere Frauen zu sein. Daraufhin setzten sich die Frauen verbal zur Wehr. Neben vielen anderen Frauen traten auch die aktiven jungen Frauen auf und stellten klar, dass es innerhalb der SPD viele Frauen im Juso-Alter oder kurz darüber gibt, die sich für gleichstellungspolitische und frauenpolitische Themen interessieren und engagieren. Viele von ihnen finden im Anschluss an ihre Juso-Zeit auch zur ASF. Aber, so kritisierten die jungen Frauen, leider seien gleichstellungspolitische Themen und eine die Frauen ansprechende Öffentlichkeitsarbeit immer noch keine Selbstverständlichkeit innerhalb der Partei und vor allem nicht auf Ebene der Parteiführung. Hier müsste es dringend Verbesserung geben.
Der Auftritt von Sigmar Gabriel und die daran anschließende Debatte wurden in einer Vielzahl an Zeitungsartikeln beschrieben, so dass es ein recht reges Pressinteresse an der ASF Bundeskonferenz und den Frauen gab. Leider vor allem hinsichtlich ihrer Meinung zu einer Kanzlerschaft von Sigmar Gabriel, so dass die Themen, die erarbeitet wurden wenig bis gar nicht beschrieben wurden.
Insgesamt war es eine gelungene ASF Bundeskonferenz, die auch im Nachhinein noch einigen Gesprächsstoff bot. Und so zeigte sich, dass „Zeit für Frauen“ wichtig und wertvoll ist und eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung gerne auch mal drei Tage dauern darf.
(Bericht: Anneka Beck)

In den Links unten auf der Seite findet ihr zwei der vielen Artikel über den Auftritt von Sigmar Gabriel. Außerdem gibt es dort den Link zur Homepage der Bundes-ASF, auf der die Rede und die anschließende Debatte als Stream bereitgestellt wurden.
Fotos von der Bundeskonferenz findet ihr hier: http://www.flickr.com/photos/elke_ferner/sets/72157629827821516/



zurück
Berichten Sie darüber:
  • bei twitter
  • bei facebook
  • bei delicious
  • bei digg
  • bei google
  • bei webnews
  • bei Mister Wong
  • versenden
Ihr Name

Ihre Mailadresse:
Name des Empfängers
Empfänger-Adresse
Nachricht für den Empfänger
Sicherheitsfrage:Bitte tragen Sie das Ergebnis der folgenden einfachen Rechnung ein: 7 + 5 =



ASF auf Bundesebene