21.03.2009

Bild: Gisela Schwarze

Es war wie Hexenjagd ....

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen lud anlässlich des internationalen Frauentages zu einem Vortrag mit Dr. Gisela Schwarze ein, die über die Verfolgung von Frauen in der Zeit des dritten Reichs berichtete. 30 Frauen und Männer im Alter von 20 bis 75 Jahre diskutierten im Anschluss an den informativen und schockierenden Bericht, über die von der Geschichtsschreibung nicht beachtete Vertreibung und Inhaftierung von Frauen, die unter zum Teil fadenscheinigen Begründungen, die meist einen sexuellen und perversen Charakter hatten, in Konzentrationslager eingewiesen wurden.
Besonders heftig wurde auch die fehlende Wiedergutmachung nach 1945 kommentiert. „Die Frauen haben zum Teil bis zu ihrem Tod geschwiegen, da sie auch nach dem Ende des Schreckenregimes damit rechnen mussten, als Zuchthäuslerinnen verachtet und ausgeschlossen zu werden,“ erklärte Schwarze.
Die Reduzierung der Frau auf ihre Sexualität und die damit verbundene ungestrafte Auslebung jeglicher Perversion durch Nazioffiziere und Handlanger war ein Thema, dass die Zuhörerinnen empörte. Vor allem, dass nach dem Ende des Schreckenregimes viele der Peiniger ungestraft weiterarbeiten konnten, führte zu Unmut.
Marianne Hopmann, Ratsfrau der SPD bedankte sich im Anschluss für die rege Diskussion und betonte noch einmal, wie wichtig es ist, dieses Thema weiter zu verfolgen: „Es war ein spannender Abend, der zeigt, dass es immer noch Bereiche der NS-Zeit gibt, die aufgearbeitet werden müssen. Wir werden an diesem Thema dran bleiben und uns für eine Entschädigungen der Frauen, die noch leben, einsetzen.“



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