24.03.2008

Bild: ASF-Betancourt

Ingrid Betancourt

30 Interessierte waren am Dienstag abend in die Frauenstraße 24 gekommen, um sich über das Leben der Politikerin und Präsidentschaftskandidatin und die Zustände in ihrem Land zu informieren. Nach einer kurzen Einführung zur Person Betancourts und Lesung aus ihrem Buch "Die Wut in meinem Herzen" durch ASF-Vorstandsmitglied Anneka Beck und SPD-Ratsfrau Marianne Hopmann erläuterte Frau Prof. Silke Hensel vom Historischen Seminar der WWU die Geschichte politisch motivierter Gewalt in Kolumbien.

Einen Eindruck, wie man in Kolumbien lebt und arbeitet, gab die Leiterin des Hauses der Familie Frau Edith Thier, vom Verein Intercambio – Solidarität für Kolumbien e.V., die von 1983 bis 1994 in Kolumbien lebte und das Land lieben lernte, "dessen Menschen durch ihre Herzlichkeit und ihren Kampfwillen beeindrucken." Sie berichtete auch von ihrer Begegnung mit der Mutter Ingrid Betancourts. "Mit über 80 Jahren gibt diese Frau nicht auf, für die Freilassung ihrer Tochter zu kämpfen. Immer wieder geht sie deswegen zu politischen Veranstaltungen und sorgt durch Gespräche dafür, dass die Geiseln nicht vergessen werden."

Sehr betroffen waren die Frauen, als Barbara Issel, Vamos e.V., die gerade vor ein paar Tagen aus Kolumbien zurückkam, aus dem Brief von Ingrid Betancourt vorlas, den sie im Oktober letzten Jahres geschrieben hatte. Nach sechs Jahren Geiselhaft sei sie sehr müde und krank. Dennoch gibt sie die Hoffnung auf politische Veränderungen nicht auf und dankt allen, die sich für die Freilassung der Geiseln einsetzen.

In der anschließenden Diskussion der SPD-Frauen drehte sich dann alles darum, was man tun könne. Als erstes will man ein Gespräch mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Christoph Strässer führen, der Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses in Berlin ist. Auch die kolumbianische Botschaft wird gebeten, alles zu tun, damit Ingrid Betancourt schnell aus der Geiselhaft befreit wird. Über einen Kontakt mit einem Radiosender in Kolumbien, der einmal täglich Botschaften an die Geiseln sendet, soll die Solidarität aus Münster übermittelt werden. Alle Anwesenden wollen sich engagieren, um die Freiheit für Ingrid Betancourt zu erreichen.
Foto: v.l. Anneka Beck, Barbara Issel, Marianne Hopmann, Edith Thier, Silke Hensen




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