24.02.2008

Bild: ASF-HPV-Impfung

SPD-Frauen kritisch zu HPV-Impfungen

Nach anfänglicher Euphorie geraten die HPV-Impfungen zunehmend in die Kritik. Grund genug für die SPD sich kritisch mit dem Nutzen von HPV-Impfungen auseinander zu setzen. Auf Einladung der SPD-Frauenpolitikerin Marianne Hopmann und der SPD-Gesundheitspolitikerin Beanka Ganser diskutierten im Rahmen eines Fachgesprächs interessierte Frauen gemeinsam mit der niedergelassenen Gynäkologin Dr. Mechthild Kuhlmann und Adelheid Kubitz-Eber (Pro Familia).
HPV-Impfungen - fälschlicherweise auch als „Impfung gegen Krebs“ bezeichnet – spielen bei jungen Mädchen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren derzeit eine große Rolle. Die Werbung für diese Impfungen sind allerorts zu finden. Nachdem die Ständige Impfkommission eine Impfempfehlung für junge Mädchen herausgegeben hat werden die Kosten für die Impfung von den Krankenkassen übernommen. Für viele Eltern ein Grund, die Tochter impfen zu lassen. Als „Substanz mit fragwürdigem Nutzen“ bezeichnete die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD Beanka Ganser die HPV-Impfungen und äußert ihre Sorge, dass zukünftig die Vorsorgeuntersuchungen vernachlässigt werden.
Die Expertinnen wiesen auf die unzureichenden wissenschaftlichen Studien hin und hielten die derzeitige Datenlage für eine Impfempfehlung aus ihrer Sicht für nicht ausreichend. Die Forderung nach öffentlich finanzierten Langzeitstudien wurde gestellt. Nachdenklich machte die Veranstaltungsteilnehmerinnen die Information, der Ex-Vorsitzende der Impfkommission sei nach der Impfempfehlung zu genau dem Pharmakonzern gewechselt, der Gardasil produziert. Gardasil ist heute das umsatzstärkste Medikament „Salopp gesagt ist die Empfehlung der Impfkommission die Lizenz zum Geld drucken. Wobei der Nutzen zweifelhaft ist,“ so SPD-Gesundheitspolitikerin Ganser.
Einig waren sich die Expertinnen darin, der Nutzen der HPV-Impfungen werde weit überschätzt und von einem Fortschritt für die Frauengesundheit könne keine Rede sein. „Das Geld wäre besser in der Steigerung der Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen angelegt,“ äußert SPD-Frauenpolitikerin Marianne Hopmann.
Foto: v.l. Beanka Ganser, Marianne Hopmann, Dr. Mechthild Kuhlmann, Adelheid Kubitz-Eber (Pro Familia)



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