11.10.2007

Bild: KiBiz: Diskussion am 10.10.07

KiBiz: Wo bleibt die Perspektive?

Die Auswirkungen des KiBiz auf Erzieherinnen, Eltern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf standen im Mittelpunkt einer Diskussion der SPD am Mittwoch in Münster. Dr. Anna Boos diskutierte mit fachkundigen Referentinnen und Referenten die Auswirkungen des Gesetzentwurfs auf Frauenarbeitsplätze, auf Berufs- und Erwerbsbiografien und insbesondere auf die Attraktivität des Berufs der Erzieherin. Zu den Referenten gehörten Lutz G. Böhm (Leiter des Berufskollegs der ev. sozialpädagogischen Ausbildungsstätte Münster), Beanka Ganser (Abteilungsleiterin für Kindertagesbetreuung in der kommunalen Jugendhilfe) und Christiane Hölscher (Erzieherin und Leiterin der Kita "Villa Kunterbunt"). Moderiert wurde die Diskussion von der Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Münster, Gertrud Sparding.

Alle Referenten kritisierten, dass KiBiz die Perspektive der Erzieherinnen erheblich verschlechtert. Befristete Beschäftigungsverhältnisse werden deutlich zunehmen und die Benachteiligung in der Erwerbsbiographie von Frauen verstärken. Es wurde die Befürchtung geäußert, dass der schon jetzt erkennbare Mangel an Erzieherinnen sich durch KiBiz weiter verschärft, weil viele Frauen, die sich für den Beruf interessieren, abgeschreckt werden.

Auch wurde die Auswirkung von KiBiz auf die Eltern beleuchtet. Steigende Elternbeiträge, das neue Buchungssystem und die lange Anmeldefrist werden die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter erschweren. Außerdem wurde deutlich, dass der Bildungsbegriff im neuen KiBiz weit hinter den im noch aktuellen Kindergartengesetz formulierten Bildungsauftrag zurückfällt.




zurück
Berichten Sie darüber:
  • bei twitter
  • bei facebook
  • bei delicious
  • bei digg
  • bei google
  • bei webnews
  • bei Mister Wong
  • versenden
Ihr Name

Ihre Mailadresse:
Name des Empfängers
Empfänger-Adresse
Nachricht für den Empfänger
Sicherheitsfrage:Bitte tragen Sie das Ergebnis der folgenden einfachen Rechnung ein: 18 + 15 =



ASF auf Bundesebene